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Veröffentlicht am 4. März 2025

Export und Import

Arm an Rohstoffen, aber reich an hoch qualifizierten Arbeitskräften unterhält die Schweiz intensive Handelsbeziehungen mit dem Ausland. Wichtigster Handelspartner ist die EU, allen voran Deutschland.

Schiffscontainer im Verladehafen.

Die Schweizer Wirtschaft ist sehr stark vom Aussenhandel abhängig. 2023 belief sich der Gesamtexport (Güter und Dienstleistungen) auf 378 Milliarden Franken. Demgegenüber betrugen die gesamten Importe 329 Milliarden Franken. Die Schweiz erarbeitet regelmässig einen Handelsbilanzüberschuss.

Im Schweizer Aussenhandel nehmen die Dienstleistungen (Banken, Versicherungen, Lizenzen, etc.) eine bedeutende Stellung ein. Auf diesen Bereich entfallen ca. ein Viertel aller Exporte und fast ein Drittel der Importe. Beim Inlandkonsum ist die Wichtigkeit der Dienstleistungsbranche noch ausgeprägter, so dass sie insgesamt über 70 % des BIP der Schweiz generiert.

Handel mit Waren

Im Jahr 2023 hat die Schweizer Wirtschaft gemäss Zollstatistik für 274 Milliarden Franken Waren ins Ausland geliefert (ohne Transithandel). Fast die Hälfte dieser Summe betreffen Exporte in EU-Länder, allen voran Deutschland. Wichtigster Handelspartner der Schweiz sind die USA mit einem Anteil von ca. 18 % der exportierten Güter. Die wichtigsten Exportgüter der Schweiz sind Produkte der chemischen und pharmazeutischen Industrie (49 %), Maschinen (12 %), Uhren (10 %), und Präzisionsinstrumente (7 %).

Von den importierten Waren (226 Milliarden Franken im Jahr 2023) stammen rund zwei Drittel aus EU-Ländern. Deutschland allein liefert über 25 % der Importgüter. Die grössten Anteile an importierten Waren entfallen auf die chemische und pharmazeutische Industrie, sowie auf Maschinen, Elektronik und Fahrzeuge.

Daneben hat der Handel mit Rohstoffen (Kaffee, Baumwolle, Öl, Eisenerz, Aluminium, Gold, Kupfer, etc.) an Bedeutung gewonnen. Inzwischen gehört die Schweiz zu den weltweit wichtigsten Playern im Rohstoffhandel. Der Anteil an Edelmetallen und Schmucksteinen hat die 20 %-Marke sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen bereits überschritten.