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Veröffentlicht am 16. August 2024

Obligatorische Schule

Die obligatorische Schule (elf Jahre) setzt sich aus der Primarstufe und der Sekundarstufe I zusammen. Ab dem vierten Altersjahr treten Kinder in die Primarstufe ein. Dort erwerben und entwickeln sie Grundkenntnisse für ihren weiteren Bildungsweg. Mit der in der Regel drei Jahre andauernden Sekundarstufe I endet der obligatorische Schulunterricht. Ihre obligatorische Schulzeit absolvieren fast alle Kinder in der Schweiz an einer öffentlichen Schule.

Grundschulklasse während einer Doppelstunde in Naturwissenschaften und Lesen in einem Schulgebäude in der Schweiz.

Für die obligatorische Schulbildung sind in der Schweiz die Kantone zuständig. Sie erstellen unter anderem den Lehrplan und bestimmen die Lehrmittel, während die Gemeinden den Schulbetrieb organisieren und der Bund die Qualitätsanforderungen sicherstellt. Unterschiede zwischen den Kantonen werden von einem 2009 in Kraft getretenen Schulkonkordat zur Harmonisierung der obligatorischen Schulpflicht (HarmoS) ausgeglichen. Trotzdem bestehen weiterhin wesentliche Unterschiede zwischen den Bildungssystemen einzelner Kantone.

Die obligatorische Schule setzt sich aus der Primarstufe und der Sekundarstufe I zusammen.

Primarstufe

Die Primarstufe beginnt mit dem in der Regel zwei Jahre dauernden Kindergarten, der ab dem vierten Altersjahr besucht wird. In einigen Kantonen gibt es an Stelle des Kindergartens eine Eingangsstufe, bei der vier- bis achtjährige Kinder die gleiche Klasse besuchen. In den folgenden Jahren der Primarstufe lernen die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen und erwerben zudem Grundkenntnisse in zwei Fremdsprachen (meist eine zweite Landessprache und Englisch), Geografie, Geschichte, Zeichnen und Musik. Aktuelle Themen wie die Nutzung neuer Medien, Gesundheit, nachhaltige Entwicklung oder Staatskunde sind in die übrigen Fächer integriert.

Sekundarstufe I

Die Sekundarstufe I folgt auf die Primarstufe. Die Kinder wechseln im Alter von etwa zwölf Jahren auf diese Stufe. Dem Übertritt geht eine Leistungsbeurteilung voraus, welche über das Leistungsniveau der Sekundarstufe I bestimmt. In der üblicherweise drei Jahre andauernden Sekundarstufe I steht die Entwicklung und Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen im Zentrum. Sie lernen Eigenverantwortung zu übernehmen, Eigeninitiative zu zeigen, Probleme zu erkennen und zu lösen, mit Konflikten umzugehen und individuell oder gemeinschaftlich zu arbeiten. Zudem werden sie auf die Sekundarstufe II vorbereitet.

Nach dem obligatorischen Schulunterricht treten die Jugendlichen auf die Sekundarstufe II über, wobei sie wählen können zwischen zwei Bildungswegen: der beruflichen Grundbildung und den allgemeinbildenden Schulen.

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