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Veröffentlicht am 30. Januar 2026

Feste und Bräuche im Frühling

Im Frühling stehen Feste und Bräuche oft in der christlichen Ostertradition oder es geht darum, den Winter auszutreiben. Manchmal sind es aber auch einfach sportliche Wettbewerbe, zwischen Menschen oder zwischen Kühen.

Zwei Kühe stoßen mit gesenkten Köpfen und ineinander verhakten Hörnern auf einer Wiese zusammen, während viele Zuschauer im Hintergrund zusehen.

Ostern ist das bedeutendste christliche Fest, jede Region feiert es auf ihre Weise. Im Tessiner Dorf Mendrisio zum Beispiel finden am Gründonnerstag und am Karfreitag Osterprozessionen mit hunderten Teilnehmern statt. Im freiburgischen Städtchen Romont wird die Zeremonie der «Pleureuses», der Klageweiber, gepflegt, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht. Schwarz verhüllte Frauen folgen einem Mädchen, das die Jungfrau Maria darstellt, durch die Strassen der Stadt und es erklingen liturgische Gesänge und Gebete.

Am Morgen des Ostersonntags machen sich die Schweizer Kinder auf die Suche nach bunt bemalten Ostereiern und Schokoladehasen, welche ihre Eltern zuvor im Haus oder im Garten versteckt haben. Vielerorts gibt es lokale Bräuche wie beispielsweise das «Eiertütsche» in der deutschen Schweiz. Bei diesem Brauch werden zwei Ostereier gegen einander geschlagen, um herauszufinden, welches von beiden die härtere Schale hat. Oder wer die bessere Schlagtechnik.

«Chalandamarz» in Graubünden

Kinder in blauen Trachtenhemden und roten Mützen ziehen im Schnee mit grossen Kuhglocken an einem Dorfbrunnen vorbei.

Beim «Chalandamarz» wird Anfang März im Kanton Graubünden mit Glocken der Winter aus- und der Frühling eingeläutet. Kinder in Trachten und Zipfelmützen ziehen am frühen Morgen mit Glocken und Peitschen um die Brunnen, von Haus zu Haus und singen Chalandamarz-Lieder. Sie sammeln Esswaren und Geld für das gemeinsame Mahl und die Schulreise. Der Brauch ist im bekannten Kinderbuch «Schellenursli» von Selina Chönz und Alois Carigiet dargestellt und wurde auch verfilmt.

Sechseläuten in Zürich

Brennender Böögg in Zürich.

In Zürich feiern die Zünfte das «Sechseläuten». Jeweils am dritten Montag im April ziehen sie in historischen Kostümen durch die Stadt. Wenn der Umzug vorbei ist, wird ein riesiger künstlicher Schneemann aus Stoff, Holzwolle und Knallpetarden, der «Böögg», verbrannt. Je schneller dieser explodiert, desto länger und wärmer wird der Sommer. An diesem Anlass nehmen viele tausend Zuschauende teil.

Ringkuhkämpfe im Kanton Wallis

Zwei kräftige schwarze Kühe stossen auf einer Wiese mit den Köpfen gegeneinander, während mehrere andere Kühe in der Nähe ruhig grasen.

Zwischen Frühling und Herbst finden im Kanton Wallis die Kämpfe der Eringer Kühe statt. Eringer sind die traditionelle Kuhrasse im Wallis, die sich durch Trittsicherheit und Kampflust auszeichnet. In einer Arena gehen die Tiere kopfvoran mit ihren Hörnern aufeinander los. Ein Kampfgericht krönt dann die siegreiche Kuh als Königin. Das grosse kantonale Finale findet jeweils im Mai in Aproz statt.

Die Patrouille des Glaciers

Die Patrouille des Glaciers (PDG) ist ein internationaler, militärischer Skialpinismus-Wettkampf der Schweizer Armee und findet alle zwei Jahre statt. Die Wettkampfstrecke führt von Zermatt nach Verbier. Jede Patrouille besteht aus drei Läufern, die entweder Angehörige des Militärs oder Zivilisten sind. Dieser einzigartige Wettkampf ist charakterisiert durch das Profil und die Länge seines Parcours (53 km) sowie durch die hohen Anforderungen des hochalpinen Geländes. An der Patrouille des Glacier nehmen jeweils über 4'700 Personen aus rund 30 Ländern teil. Darunter waren auch schon Nationen wie Südafrika, Hongkong und die Arabischen Emirate.

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Sechseläuten: das grosse Zürcher Frühlingsfest

Seit fünf Jahrhunderten feiert die Stadt Zürich das Sechseläuten, ein grosses Volksfest, das den Übergang vom Winter zum Frühling markiert. Umzüge, Kostüme und Musikkorps prägen das gesellige Beisammensein in der Innenstadt, das mit der Verbrennung des Bööggs endet. Dieser soll Auskunft darüber geben, wie schön der Sommer wird.

Schwarze Eringerkuh mit sichtbarer großer Glocke in einer alpinen Wiesenlandschaft, umgeben von Bäumen und Pflanzen, frontal zur Kamera gewandt.

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Eringer: Die Königin der Kühe

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Zehn Schweizer Traditionen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes

Entdecken Sie die zehn Traditionen der Schweiz, die in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurden