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Veröffentlicht am 6. November 2024

Schweizer Wirtschaft – Überblick

Die Schweizer Wirtschaft ist eine der wettbewerbsfähigsten der Welt, dies vor allem wegen ihrem Dienstleistungssektor. Die Schweiz ist vergleichsweise tief verschuldet und verfügt über ein kompetitives Steuersystem. Vor allem aus kleinen und mittleren Unternehmen bestehend, ist die Schweizer Wirtschaft exportorientiert. Wichtigste Handelspartnerin ist die Europäische Union (EU).

Arbeitstisch belegt mit einer Reihe Schweizer Armeemesser.

Die verglichen mit anderen Ländern tiefe Verschuldung der öffentlichen Hand (auch nach Corona-Massnahmen) wurde durch eine Ausgabenreduktion, der sogenannten «Schuldenbremse», realisiert. Ein föderal geprägtes Steuersystem ermöglicht relativ tiefe Steuern für juristische Personen, was die Schweiz als Standort für Unternehmen attraktiv macht. Weitere entscheidende Standortvorteile sind gut ausgebildete Arbeitskräfte, eine hohe Innovationskraft, politische Stabilität, attraktive Lebensbedingungen sowie die zentrale Lage in Europa. Dementsprechend haben sich viele multinationale Konzerne in der Schweiz niedergelassen.

Der Grossteil der Schweizer Wirtschaft besteht jedoch aus kleinen und mittleren Unternehmen KMU genannt. Viele dieser Unternehmen sind exportorientiert, weshalb die Schweiz regelmässig einen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaftet.

Infografik mit den wichtigsten Elementen zur Schweizer Wirtschaft, wie Exportgüter, Wirtschaftssektoren und Handelspartner EU.

Fakten und Zahlen zur Schweizer Wirtschaft

  • Mit ihrem Brutto-Inlandprodukt (BIP) pro Einwohner gehört die Schweiz im weltweiten Ranking zu den Top Ten. 2022 betrug es rund 93 000 US-Dollar.
  • Auf den Dienstleistungssektor entfallen rund 74 % des BIP der Schweiz. Die Industrie kommt auf ca. 25 %, während die Landwirtschaft weniger als 1 % beiträgt.
  • Die Europäische Union (EU) ist die wichtigste Handelspartnerin der Schweiz. Etwa 69 % der Importe stammen aus der EU und 50 % der Schweizer Exporte gehen in EU-Länder.
  • Die grosse Mehrheit der Schweizer Firmen (über 99 %) sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitenden.
  • Im internationalen Vergleich ist die Verschuldung der öffentlichen Hand in der Schweiz (auch nach der Coronakrise) immer noch verhältnismässig tief. Die Bruttostaatsverschuldung (gemäss GFS-Modell des Internationalen Währungsfonds IWF) lag 2023 bei rund 38 % des BIP (ca. 305 Milliarden Franken).
  • Die Schweiz hat einer der niedrigsten Mehrwertsteuersätze in ganz Europa. 8,1 % werden für die Mehrheit aller Güter und Dienstleistungen erhoben, für die Beherbergungsdienstleistungen beträgt der Satz 3,8 % und für alltägliche Güter 2,6 %.
  • Die Schweiz gibt jährlich rund 25 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung aus, was ca. 3,4 % des BIP entspricht. Mehr als zwei Drittel dieser Aufwendungen werden von der Privatwirtschaft getätigt.
  • Die Schweizer Währung ist der Schweizer Franken. Er wird in 100 Rappen unterteilt. Der Währungscode lautet CHF oder Fr.

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