Verkehr
Ein engmaschiges Verkehrsnetz ermöglicht der Schweizer Bevölkerung eine hohe Mobilität. Nebst dem Motorfahrzeug ist die Eisenbahn wichtigstes Transportmittel, welches auch einen wesentlichen Anteil des Gütertransports zwischen Nord- und Südeuropa übernimmt. Die Schweiz verfügt auf Strasse und Schiene über ein dichtes und leistungsfähiges Verkehrsnetz.

Ob Luft, Wasser, Schiene oder Strasse: Dank einem vernetzten und gut ausgebauten Verkehrsnetz ist die Bevölkerung der Schweiz sehr mobil. Bevorzugt wird das motorisierte Strassenfahrzeug. Trotzdem legt die Schweizer Bevölkerung jährlich pro Kopf mit Abstand die meisten Bahnkilometer in ganz Europa zurück. Die Schweiz spielt eine wichtige Rolle im europäischen Personen- und Gütertransitverkehr durch die Alpen und zeigt hier ein hohes Umweltbewusstsein: 1994 wurde die Alpeninitiative (zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr) angenommen, 1999 folgte die Ratifizierung der Alpenkonvention.
Öffentlicher Verkehr
Die staatlichen Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) sind das zentrale Unternehmen im nationalen Bahn-Fernverkehr, ergänzt durch viele regionale Bahngesellschaften. Die Schweiz verfügt über ein hochentwickeltes Eisenbahnnetz, bekannt für Pünktlichkeit und Effizienz. In städtischen Gebieten bietet ein dichtes Netz an Trams und Bussen eine praktische Fortbewegungsmöglichkeit, während Postautos ländliche und gebirgige Gebiete erschliessen. Aufgrund der vielen Seen wird auch die Schifffahrt für den regulären Transport genutzt, ebenso wie für den Tourismus. Im Luftverkehr verfügt die Schweiz über drei internationale Flughäfen sowie mehrere regionale Flughäfen. Swiss ist die nationale Fluggesellschaft.
Zur Überwindung der Alpen auf der europäischen Nord-Süd-Achse hat die Schweiz zahlreiche Strassen- und Eisenbahntunnel gebaut, darunter den längsten Eisenbahntunnel der Welt, den Gotthard-Basistunnel. Um die Belastung von Bevölkerung und Umwelt zu reduzieren, verfolgt die Schweiz eine Politik der Verlagerung von Gütertransporten von der Strasse auf die Schiene.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist zuständig für den öffentliche Verkehr und sorgt dafür, dass dieser sicher, leistungsfähig, wirtschaftlich und umweltfreundlich ist.
Individualverkehr
Das Strassennetz in der Schweiz ist hervorragend ausgebaut. Das Autobahnnetz erstreckt sich über das ganze Land und die Strassen sind in sehr gutem Zustand. Strenge Verkehrsregeln sorgen für die Sicherheit. In den Städten gibt es viele Verkehrsberuhigungsmassnahmen, die den Autoverkehr einschränken und den öffentlichen Verkehr sowie Radfahren fördern. Aufgrund ihrer gebirgigen Topografie, aber auch für eine bessere Verkehrseffizienz, sowie für Natur- und Lärmschutz, gibt es in der Schweiz besonders viele Tunnels.
In den städtischen Ballungszentren und insbesondere entlang wichtiger Verbindungsstrecken wie dem Gotthard-Basistunnel gibt es immer wieder Verkehrsstaus. Diese sind teilweise auf den internationalen Transitverkehr zurückzuführen, da die Schweiz als Transitland für Waren zwischen Nord- und Südeuropa eine zentrale Rolle spielt.
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist die Schweizer Fachbehörde für die Strasseninfrastruktur und den individuellen Strassenverkehr und sorgt für eine nachhaltige und sichere Mobilität auf der Strasse.
Zukunftsperspektiven
Die Schweiz verfolgt ehrgeizige Pläne zur Förderung nachhaltiger Mobilität. Dazu gehören Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes, die Förderung von Carsharing und die Entwicklung smarter Verkehrssysteme, welche die Nutzung von Verkehrsmitteln effizienter und umweltfreundlicher gestalten sollen. Mit dem Programm «Energiestrategie im öffentlichen Verkehr 2050» will die Schweiz im Verkehr den Energieverbrauch senken, die CO2-Emissionen verringern und die Nutzung erneuerbarer Energie steigern: im Schienenverkehr, in den städtischen öV, dem öffentlichen Regionalverkehr auf der Strasse, Schiffe, Seilbahnen, aber auch im Schienengüterverkehr.

Fakten und Zahlen zum Verkehr in der Schweiz
Mehr dazu

Personenverkehr
Die Zuverlässigkeit der Schweizer Bahn ist nahezu sprichwörtlich, trotzdem ist das Auto das beliebteste Verkehrsmittel der Schweizer Bevölkerung.

Güterverkehr
Der Güterverkehr in der Schweiz erfolgt zu 60 % über die Strasse, und für lange Distanzen zu 40 % über die Schiene.