Telekommunikation
Die Schweiz kommuniziert technologisch auf hohem Niveau. Ob Radio und Fernsehen, Mobil- und Festnetztelefonie oder Internet, überall sind neueste Technologien im Einsatz. Die Schweiz profiliert sich damit als attraktiver Standort für Unternehmen, die in der Telekommunikation und Informationstechnologie (IT) tätig sind. Der Schweizer Telekommunikationsmarkt wird von der Swisscom, dem historischen Telekommunikations- und IT-Unternehmen, dominiert.

Telekommunikation in der Schweiz findet auf allen Kanälen auf einem fortschrittlichen technologischen Niveau statt. Die gesetzlich geregelte Grundversorgung für «Fernmeldedienste» garantiert, dass sämtliche Haushalte in der Schweiz Zugang zu Telefonie und Internet haben. Der Telekommunikationsmarkt der Schweiz wird von Swisscom dominiert, gefolgt von Sunrise und Salt.
Seit der Ausstrahlung der ersten Landessender auf Radio-Mittelwelle Anfang der 1930er-Jahre und der schwierigen Signalverbreitung bei der Einführung des Fernsehens in den 1950er-Jahren ist viel passiert: Heute werden Radio und TV fast nur noch via Internet, über das Kabelnetz oder via Satellit empfangen – Radio zudem über DAB+.
Noch schneller entwickelt sich der Bereich der Mobiltelefonie. Bei der Einführung der Mobiltelefonie 1978 war die Schweiz dabei und ist heute führend in Netzabdeckung, Signalqualität und Technologieintegration: Als einer der Pioniere des Mobilfunkstandards 5G ist das Schweizer Netz heute nahezu flächendeckend ausgebaut und zählt zu den leistungsfähigsten weltweit. Aber auch Festnetz-Telefonanschlüsse werden sukzessive weiterentwickelt und basieren heute auf IP-Telefonie.
Aufgrund des landesweiten Netzzugangs für jeden Haushalt und einer hohen Abdeckung mit NGA-Technologien verfügt die Schweiz über eine ausgezeichnete IT-Infrastruktur. Sie zeichnet sich aber auch aus durch hohe Kompetenzen im digitalen Bereich, wobei die Cybersicherheit einen wichtigen Aspekt darstellt. IT-Unternehmen wie Google, Microsoft, Amazon Web Services, Oracle und viele mehr haben ihren europäischen Hauptsitz oder grosse Forschungszentren in der Schweiz. Ein regelrechter Boom erlebt zurzeit der Bau von neuen Hochleistungs-Rechenzentren, welcher einhergeht mit der vermehrten Anwendung datenintensiver Künstlicher Intelligenz (KI) sowie der Datenspeicherung in Clouds.
Die Schweizer Bevölkerung ist sehr gut ausgerüstet mit Kommunikationsgeräten der neusten Generation wie z. B. Smartphones, Laptops, SmartTV und vielem mehr. Sie nutzt die mobilen Verbindungen intensiv. Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil täglicher Internetnutzung. Besonders hoch ist dabei die Bedeutung von Social Media, allen voran Plattformen wie YouTube, Instagram und LinkedIn.
Die Digitalisierung wird in der Schweiz nicht dem Zufall überlassen. Seit 2018 engagiert sich der Bundesrat für die digitale Transformation im Lande und definiert jährlich mit der «Strategie Digitale Schweiz» entsprechende Leitlinien. Diese sind für die Bundesverwaltung verbindlich, während sie für die übrigen Akteure der Kantone, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als Orientierung dienen.
Fakten und Zahlen zur Telekommunikation in der Schweiz
- Dank zwei parallelen Netzen, jenem der Swisscom und jenem der Kabelnetzbetreibenden, verfügt die Schweiz über eine hervorragende Festnetzinfrastruktur. Selbst ländliche Gebiete sind zu 96 % mit NGA-Technologien versorgt – der EU-Durchschnitt liegt bei 68 %.
- In der Schweiz haben 47 % der Bevölkerung einen leistungsstarken Breitband-Internetanschluss abonniert. Im Vergleich mit den OECD-Ländern hält die Schweiz damit eine Spitzenposition, der Durchschnitt liegt bei 36 %.
- Zürich zählt zu den weltweit führenden Tech Hubs, insbesondere in den Bereichen Fintech und künstliche Intelligenz.
- Im «World Digital Competitiveness Ranking» des International Institute for Management Development (IMD) belegte die Schweiz im Jahr 2025 den ersten Platz.
- Das Internet wird von 92 % der Bevölkerung täglich oder fast täglich genutzt. Rund drei Viertel der Nutzerinnen und Nutzer surfen fünf Stunden oder mehr pro Woche. Fast alle greifen vom Smartphone auf das Internet zu, gefolgt vom Laptop.
- 97 % der Bevölkerung besitzen ein Mobiltelefon in Form eines Smartphones, 77 % einen Laptop oder Computer, und rund die Hälfte einen Smart-TV und/oder ein Tablet.
- Die Anzahl der Mobilfunk-Abonnemente ist mittlerweile dreimal so hoch wie jene des Festnetzes und übersteigt mit 129 Verträgen pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner die Gesamtbevölkerung.
- Heute werden rund 87 % aller Telefongespräche über das Mobilnetz geführt.
- Fast 40 Mobilfunk-Anbieterinnen stehen in der Schweiz zur Auswahl. Sie nutzen alle die Infrastruktur der drei Netzbetreiberinnen: Im Jahr 2024 betrug der Anteil von Swisscom im Mobilfunkmarkt rund 54 %, gefolgt von Sunrise (rund 27 %) und Salt (rund 18 %).
- Über 300 nationale und lokale Kabelnetzbetreibende bieten digitales Fernsehen, Internet und Sprachtelefonie an.
- In etwa 90 % der Schweizer Haushalte steht mindestens ein TV-Gerät, welches täglich während durchschnittlich 2 Stunden genutzt wird. Zeitversetztes Fernsehen wird immer beliebter und betreffend Streaming hat mittlerweile der Smart-TV den Laptop/PC abgelöst.
- Radio wird von 88 % der Bevölkerung gehört, während durchschnittlich 60-80 Minuten pro Tag; dabei werden etwas mehr als zur Hälfte Programme der SRG-SSR genutzt.
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Radio und TV
Der Fernseher ist das meistgenutzte Gerät für Information und Unterhaltung, das Radio vorwiegend für Musik; beide werden von der gesamten Bevölkerung täglich genutzt.

Festnetz und Mobiltelefonie
Die Dichte an Mobiltelefonie-Nutzenden in der Schweiz ist eine der höchsten weltweit – eine Folge der breiten Akzeptanz des Internets sowie des guten Mobilfunknetzes.

Internet
Google betreibt seinen grössten Standort ausserhalb der USA in Zürich – nicht ohne Grund. Das Internet in der Schweiz und wie es genutzt wird.